Stammzellspende – 1250 Typisierungen

Wussten Sie, daß pro Stunde etwa vier Menschen in Deutschland die furchtbare Diagnose „Blutkrebs“ erhalten? Und daß ein Großteil davon Kinder und Jugendliche sind?

Die einzige Chance zum Überleben ist eine Stammzellspende von einem genetischen Zwilling.


Hier ist die dramatische und gleichzeitig mutmachende Geschichte von Tine (Spenderin) und Katherine (Krebspatientin).

„Am 30. 01. war es soweit…

Tina hat vor 2 Jahren Stammzellen gespendet. Katherine, die Empfängerin, war damals 30 Jahre alt und schwanger als sie die Diagnose Leukämie bekommen hat. Für Katherine, ihre Familie und Freunde ist eine Welt zusammen gebrochen.
Im Januar 2016 ist der kleine Michael gesund zur Welt gekommen, nach der Geburt hat Katherine eine Chemotherapie bekommen, damit alle kranken Zellen vernichtet werden und somit die Stammzellentransplantion erfolgen konnte. Während dieser Zeit, war Katherine in Atlanta ( 3,5 h von Ihrem Zuhause und Ihrer Familie entfernt) in einer Klinik.
Wir waren gerade im Urlaub, als Tina eine Mail von der DKMS erhalten hat, dass sie evtl. als Spenderin infrage kommen würde. Bei einem Telefonat mit der DKMS hieß es dann, dass es noch 10 weitere potenzielle Spender gibt und das noch weitere Untersuchungen erfolgen müssen, um den richtigen Spender auszusuchen und das es wie ein Sechser im Lotto wäre, als Spender infrage zu kommen. Ein spezieller Bluttest, welcher beim Hausarzt durchgeführt wurde, hat Tina in die nächste Runde befördert. Danach ging es nach Dresden, hier wurden in einer speziellen Klinik weitere Untersuchungen durchgeführt. Auch hier hat alles gepasst und im Januar 2017 erfolgte die Spende mittels einer peripheren Stammzellenspende, man kann sich dies wie eine Art Dialyse vorstellen. Eine Woche zuvor musste sich Tina ein Medikament spritzen, welches zu einer erhöhten Stammzellenbildung führte.
Die DKMS hat alles super organisiert und es den Spendern sehr angenehm gestaltet. Für Tina war es eine tolle und spannende Erfahrung. Direkt nach der Spende hat Tina die groben Eckdaten ( Alter, Geschlecht und Land) der Empfängerin erfahren und konnte anonym über die DKMS in Kontakt mit der Empfängerin treten. Es wurden Briefe geschrieben und sich ausgetauscht. Die Anonymität kann mit gegenseitigem Einverständnis nach 2 Jahren aufgehoben werden. Seit Vorgestern wissen wir nun, wer dahinter steckt und es werden Fotos und Mails ausgetauscht.
Man sieht solche Ereignisse im Fernsehen oder im Internet und denkt, tolle Story aber mich wird das ohnehin nie betreffen… wir wurden eines besseren belehrt und durften erleben, wie das Leben laufen kann und welche schicksalhaften, tragischen aber auch wiederum schönen Wendungen es für uns bereit hält. Es kann jeden von uns treffen, ob als Empfänger, als Spender oder als Angehöriger….

Für Tina war es ein minimaler Aufwand, für Katherine ist es LEBEN!“

(Originalbeitrag von Antje Lehmann via Facebook)


Stammzellspender zu werden ist ganz einfach: „Mund auf – Wattestäbchen rein – Wangenabstrich – fertig!“

Genau genommen nur fast fertig, denn jetzt muß der Abstrich im Labor auf spezielle Zelleigenschaften untersucht werden. Die ermittelten Merkmale werden gespeichert und spezialisierten Kliniken weltweit zur Verfügung gestellt.

Erkrankt ein Mensch an Blutkrebs, dann beginnt weltweit die schwierige und zeitkritische Suche nach dem einen Menschen, dessen Blut „passt“. Es folgen jetzt einige weitere Blutuntersuchungen. Erst dann kann die Stammzellspende stattfinden, die in über 80% der Fälle fast wie eine „normale“ Blutspende erfolgt.

Unser Ziel ist die größte Typisierungsaktion Norddeutschlands. Für jedes Jahr des Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Haverlah wollen wir 10 neue potentielle Stammzellspender gewinnen. 1250 Typisierungen – sei dabei!

Blutkrebs kann jeden treffen, Dich und mich! Gemeinsam besiegen wir diese tödliche Erkrankung!

Betrieben von WordPress | Theme: Baskerville 2 von Anders Noren.

Nach oben ↑