Wie geht „Stammzellspender“?

Hier ist der Bericht einer tatsächlich erfolgten Stammzellspende. Eindrucksvoll!

Das kannst Du auch!


„Am 30. 01. war es soweit…

Tina hat vor 2 Jahren Stammzellen gespendet. Katherine, die Empfängerin, war damals 30 Jahre alt und schwanger als sie die Diagnose Leukämie bekommen hat. Für Katherine, ihre Familie und Freunde ist eine Welt zusammen gebrochen.
Im Januar 2016 ist der kleine Michael gesund zur Welt gekommen, nach der Geburt hat Katherine eine Chemotherapie bekommen, damit alle kranken Zellen vernichtet werden und somit die Stammzellentransplantion erfolgen konnte.Während dieser Zeit, war Katherine in Atlanta ( 3,5 h von Ihrem Zuhause und Ihrer Familie entfernt) in einer Klinik.
Wir waren gerade im Urlaub, als Tina eine Mail von der DKMS erhalten hat, dass sie evtl. als Spenderin infrage kommen würde. Bei einem Telefonat mit der DKMS hieß es dann, dass es noch 10 weitere potenzielle Spender gibt und das noch weitere Untersuchungen erfolgen müssen, um den richtigen Spender auszusuchen und das es wie ein Sechser im Lotto wäre, als Spender infrage zu kommen. Ein spezieller Bluttest, welcher beim Hausarzt durchgeführt wurde, hat Tina in die nächste Runde befördert. Danach ging es nach Dresden, hier wurden in einer speziellen Klinik weitere Untersuchungen durchgeführt. Auch hier hat alles gepasst und im Januar 2017 erfolgte die Spende mittels einer peripheren Stammzellenspende, man kann sich dies wie eine Art Dialyse vorstellen. Eine Woche zuvor musste sich Tina ein Medikament spritzen, welches zu einer erhöhten Stammzellenbildung führte.
Die DKMS hat alles super organisiert und es den Spendern sehr angenehm gestaltet. Für Tina war es eine tolle und spannende Erfahrung. Direkt nach der Spende hat Tina die groben Eckdaten ( Alter, Geschlecht und Land) der Empfängerin erfahren und konnte anonym über die DKMS in Kontakt mit der Empfängerin treten. Es wurden Briefe geschrieben und sich ausgetauscht. Die Anonymität kann mit gegenseitigem Einverständnis nach 2 Jahren aufgehoben werden. Seit Vorgestern wissen wir nun, wer dahinter steckt und es werden Fotos und Mails ausgetauscht.
Man sieht solche Ereignisse im Fernsehen oder im Internet und denkt, tolle Story aber mich wird das ohnehin nie betreffen… wir wurden eines besseren belehrt und durften erleben, wie das Leben laufen kann und welche schicksalhaften, tragischen aber auch wiederum schönen Wendungen es für uns bereit hält. Es kann jeden von uns treffen, ob als Empfänger, als Spender oder als Angehöriger….

Für Tina war es ein minimaler Aufwand, für Katherine ist es LEBEN!“

(Originalbeitrag von Antje Lehmann via Facebook)


 

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